Unsere Story

Eine deutsch-südamerikanische Geschichte über Familie und Freundschaft. Erfahren Sie mehr über Bellessa (die Schöne), El Chico (der Kleine) und Locos (Draufgänger).

Ein Neuanfang in Südamerika

Um dem Wehrdienst zu entkommen, flohen Steven’s Urgroßeltern kurz vor dem ersten Weltkrieg aus Deutschland. Mit gefälschten Pässen und den wenigen Dingen die sie selbst tragen konnten, durchquerten sie die Niederlande, Portugal und Brasilien, um sich später in Argentinien niederzulassen. Sie verdienten ihren Lebensunterhalt mit dem Anbau von Obst und Gemüse. In Argentinien kam auch ihre einzige Tochter, Anni Schulz zur Welt, die sich später, um den Verkauf des selbstangebauten Obst kümmerte. Um höhere Gewinne zu erzielen, nahm sie mehrmals im Jahr den beschwerlichen Weg zu brasilianischen Hafenstädten auf sich, wo es üblich war in Obstkisten auch selbstgebrannten Alkohol und Zigarren zu schmuggeln (…)

Schwere Zeiten in Rio de Janeiro

In der Zeit als die Prohibition in den USA beschlossen wurde, lebte Jefferson’s Urgroßvater, Livinho João da Silva. Er war Moonshiner -Schwarzbrenner- in Rio de Janeiro. Bevor Livinho’s Sohn im Schulalter war, begleitete er immer seinen Vater beim Verkauf selbstgebrannter Spirituose wie Cachaça. Die Geschäfte liefen besonders in den Häfen gut, da niemand den Mann mit dem hübschen weißen Kind -El Chico- verdächtigte, Spirituosen auf die Schiffe schmuggeln zu wollen.
Im Laufe der Zeit verschärfte man die Kontrollen und Livinho wurde binnen eines Jahres zweimal festgenommen. Alle Schwarzbrenner galten als Draufgänger -Locos- , da es so gut wie unmöglich war, Spirituosen ohne Festnahmen weiterhin zu schmuggeln.

Begegnung unter Schmugglern

Im Bundesstaat Santa Catarina erschien Schmugglerei leichter. Dort wurde es besonders den schönen Frauen, den „Bellessa’s” leicht gemacht, illegale Geschäfte zu machen. Sie umgarnten gekonnt die Sicherheitsmänner, wodurch selten der Verdacht aufkam, dass sie mehr als Obst und selbstgenähte Kleidung verkauften. Auch Livinho versuchte dort sein Glück (…)

Da sich Anni und Livinho zeitgleich in São Francisco aufhielten und vom selben Geschäft lebten, liegt die Vermutung sehr nahe, dass sie sich kannten.

Wenn sich Lebenswege wieder kreuzen

Knapp 70 Jahre später lernten sich die Urenkel von Anni und Livinho – Steven und Jeff, durch reinen Zufall in Cottbus kennen. Aus jahrelanger Zusammenarbeit entwickelte sich eine enge Freundschaft. Gemeinsam lassen sie die „Geschäfte“ ihrer Verwandten im Ebert-Hof wieder aufleben und führen somit zwei Familiengeschichten zu Einer zusammen.

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